
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Selig, die Frieden stiften
Sonntag zu Hause – 4. Sonntag im Jahreskreis
Selig, die arm sind vor Gott
Unser Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 4. Sonntag im Jahreskreis (01.02.2026):
Lied
GL 146 Du rufst uns, Herr, an deinen Tisch
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Jesus, lehre mich
Gebet
Herr Jesus Christus,
Menschen mit leeren Händen
finden oft keinen Platz in unserer Gesellschaft.
Du preist die Menschen selig,
die nicht auf eigene Verdienste pochen,
die anderen nichts zu bieten haben,
die dir ihre leeren Hände, ihr Versagen hinhalten,
die ihre Schwäche vor dir bekennen.
Du bist der Gott der Armen, der Schwachen, der Trauernden.
Öffne unser Herz für die Nöte der Menschen.
(nach Steyler Missionare)
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 5, 1-12A)
In jener Zeit,
als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten,
stieg er auf den Berg.
Er setzte sich
und seine Jünger traten zu ihm.
Und er öffnete seinen Mund,
er lehrte sie und sprach:
Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden;
denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen;
denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Barmherzigen;
denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die rein sind im Herzen;
denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften;
denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt
und alles Böse über euch redet um meinetwillen.
Freut euch und jubelt:
Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.
Gedanken zum Evangelium
- Wir stellen uns oft gern selbst in den Mittelpunkt, in Gesprächen, in sozialen Medien, machen Selfies, pochen auf unsere Meinung, unsere Verdienste. Jesus will meinen Blickwinkel ändern. Er schaut auf diejenigen, die nicht gesehen oder übersehen werden. Er stellt die bedürftigen Menschen in den Mittelpunkt.
- Wo sehe ich die Not anderer und bin dann doch zu sehr mit mir selbst, meinen Vorhaben und Aufgaben beschäftigt?
- Ich will meine geistige Armut, meine Fehler vor Gott bringen und ihn um Erbarmen und Hilfe bitten, damit ich die Welt mit seinen Augen sehen lerne.
Gebet
Heiliger Gott,
dein Licht und deine Liebe erstrahlen in Jesus Christus.
Leuchte tief hinein in mein Herz!
Wandle Finsternis darin in Lichtblicke!
Schenke mir Selbsterkenntnis durch dein Wort
und mach mich zu einem Menschen,
der im Hier und Heute
Hoffnung und Freude ausstrahlt!
(nach Diözese Linz)