Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Der gute Hirte und die Herde

Sonntag zu Hause

Gekommen, damit sie das Leben haben

Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 4. Sonntag der Osterzeit (26. 4. 2026):

Lied

GL 485 O Jesu Christe, wahres Licht

Zur Ruhe kommen

Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:

Herr – mein Licht

Gebet

Nichts soll dich verwirren,
nichts soll dich beirren.
alles vergeht.

Gott wird sich stets gleichen,
Geduld kann erreichen,
was nicht verweht.

Wer Gott kann erwählen,
dem wird nichts fehlen:
Gott nur besteht.

Teresa von Avila

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 10; 1-10)

In jener Zeit sprach Jesus:
Amen, amen, ich sage euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt,
der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht,
ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter
und die Schafe hören auf seine Stimme;
er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen
und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,
geht er ihnen voraus
und die Schafe folgen ihm;
denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen,
sondern sie werden vor ihm fliehen,
weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus;
aber sie verstanden nicht den Sinn dessen,
was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen:
Amen, amen, ich sage euch:
Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber;
aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür;
wer durch mich hineingeht,
wird gerettet werden;
er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen,
zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.

Gedanken zum Evangelium

  • Jesus, der gute Hirt, ruft uns, ruft jeden Einzelnen liebevoll mit Namen – auch mich. Achte ich auf die Stimme Jesu, des guten Hirten, im Evangelium, auf seine leise Stimme in mir? Versuche ich immer wieder, mich nach seinem Wort auszurichten?
  • Was kommt zu mir durch die Hintertür? Welche Medien beeinflussen, manipulieren mich, schüren Ängste, engen mein Leben ein? Stehlen mir Zeit?
  • Jesus will mich in die Freiheit führen, zu einem Leben in Fülle. Ihm, der in grenzenloser Liebe sein Leben für mich hingab, ihm kann ich vertrauen.

Gebet

Du, Gott, bist es, der Mut schenkt, mutig macht.
Du, Gott, bist der Mutmacher meines Lebens.
Du, Gott, ermutigst mich, über mich hinaus zu wachsen.
Lass mich achtsam sein auf deine Mut machenden Zeichen.
Lass mich mutig sein, deinen Weg zu meinem Weg zu machen.
Lass mich mutig glauben, dass du mit mir gehst.

Lied

GL 483 Ihr seid das Volk, das der Herr sich auserwählt