
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Berufung der Apostel
Sonntag zu Hause – Im Dunkel Gottes Licht sehen
Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – Kehr um und glaube! (25. 1.2026):
Lied
GL 820 Pilger sind wir Menschen
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Zeig mir den Weg
Gebet
Du hast das Leben allen gegeben,
gib uns heute dein gutes Wort.
So geht dein Segen auf unsern Wegen,
bis die Sonne sinkt, mit uns fort.
Du bist der Anfang, dem wir vertrauen,
du bist das Ende, auf das wir schauen.
Was immer kommen mag,
du bist uns nah.
Wir aber gehen,
von dir gesehen,
in dir geborgen
durch Nacht und Morgen
und singen ewig dir:
Halleluja.
Jörg Zink
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt. 4; 12-23)
Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war,
kehrte er nach Galiläa zurück.
Er verließ Nazaret,
um in Kafárnaum zu wohnen, das am See liegt,
im Gebiet von Sébulon und Náftali.
Denn es sollte sich erfüllen,
was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist:
Das Land Sébulon und das Land Náftali,
die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan,
das heidnische Galiläa:
Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen;
denen, die im Schattenreich des Todes wohnten,
ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um!
Denn das Himmelreich ist nahe.
Als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er zwei Brüder,
Simon, genannt Petrus,
und seinen Bruder Andreas;
sie warfen gerade ihr Netz in den See,
denn sie waren Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder,
Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot
und richteten ihre Netze her.
Er rief sie
und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater
und folgten Jesus nach.
Er zog in ganz Galiläa umher,
lehrte in den Synagogen,
verkündete das Evangelium vom Reich
und heilte im Volk
alle Krankheiten und Leiden.
Gedanken zum Evangelium
- Mit Jesu Erscheinen im „heidnischen Galiläa“ können die Menschen dort, das Volk „im Schattenreich des Todes“ Licht sehen, Hoffnung schöpfen.
Die Krisen unserer Zeit stürzen auch heute viele Menschen in Dunkelheit und Angst. Wie kann ich ihnen Licht sein? - Dazu muss ich zuerst selbst umkehren zum Licht. Wovon soll ich mich lösen, was neu in den Blick nehmen?
- Dann werde auch ich fähig sein durch den Ruf Jesu, wie die beiden Brüderpaare im Evangelium, durch mein Leben Zeugnis für das Licht zu geben.
Gebet
Barmherziger Vater,
du öffnest uns die Tür deiner Gnade
und rufst uns als Pilger der Hoffnung
auf den Weg des Glaubens
in deine Liebe.
Jesus, deine Liebe mache uns fähig,
im andren, ob er uns fremd oder vertraut ist,
den Nächsten zu erkennen,
die Schwester und den Bruder,
ein Kind Gottes, für den Himmel bestimmt.
Heiliger Geist, erleuchte unseren Weg,
mach uns großmütig im Verzeihen,
und klar im Erkennen unseres eigenen Versagens.
Lass uns selbst zur offenen Tür werden
für dich und für die Menschen, die uns brauchen.
Heilige Familie