
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Frau am Jakobsbrunnen
Sonntag zu Hause – 3. Fastensonntag
Er ist wirklich der Retter der Welt
Unser Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 3. Fastensonntag (08.03.2026):
Lied
GL 427 Herr, deine Güt ist unbegrenzt
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Jesus, rette mich
Gebet
Guter Gott,
Wasser ist wichtig für unser Leben.
Wenn ich trinke, spüre ich, dass ich Wasser zum Leben brauche.
Ohne Wasser können wir nicht überleben.
Du, guter Gott, bist für uns wie das Wasser, das wir zum Leben brauchen,
das uns erfrischt und uns Kraft gibt.
Dafür danken wir dir.
(nach Heilig Geist Braunschweig)
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 4, 5-42)
In jener Zeit
kam Jesus zu einer Stadt in Samárien, die Sychar hieß
und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte.
Dort befand sich der Jakobsbrunnen.
Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen;
es war um die sechste Stunde.
Da kam eine Frau aus Samárien, um Wasser zu schöpfen.
Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken!
Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen,
um etwas zum Essen zu kaufen.
Die Samaríterin sagte zu ihm:
Wie kannst du als Jude
mich, eine Samaríterin, um etwas zu trinken bitten?
Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samarítern.
Jesus antwortete ihr:
Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht
und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!,
dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß
und der Brunnen ist tief;
woher hast du also das lebendige Wasser?
Bist du etwa größer als unser Vater Jakob,
der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat,
wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr:
Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen;
wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde,
wird niemals mehr Durst haben;
vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe,
in ihm zu einer Quelle werden,
deren Wasser ins ewige Leben fließt.
Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser,
damit ich keinen Durst mehr habe
und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen!
Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet;
ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.
Jesus sprach zu ihr:
Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg
noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
Ihr betet an, was ihr nicht kennt,
wir beten an, was wir kennen;
denn das Heil kommt von den Juden.
Aber die Stunde kommt und sie ist schon da,
zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden
im Geist und in der Wahrheit;
denn so will der Vater angebetet werden.
Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten,
müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Die Frau sagte zu ihm:
Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus heißt.
Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden.
Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht.
Aus jener Stadt kamen viele Samaríter zum Glauben an Jesus.
Als die Samaríter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben;
und er blieb dort zwei Tage.
Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn
aufgrund seiner eigenen Worte.
Und zu der Frau sagten sie:
Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir,
denn wir haben selbst gehört und wissen:
Er ist wirklich der Retter der Welt.
Gedanken zum Evangelium
- Jesus ist müde und durstig. Er bittet eine Samariterin um Wasser. Dabei hält er sich nicht an die Regeln seiner Zeit, seiner Herkunft. Er verbindet damit Menschen über Vorurteile hinweg. Wage ich Begegnungen, die Beziehung zwischen Fremden ermöglichen?
- Jesus verheißt der Frau die Quelle, die zum ewigen Leben fließt - wenn sie sich der Wahrheit stellt. Er gibt sich ihr als Messias zu erkennen. Die Frau ist begeistert und holt viele Menschen aus der Stadt zu Jesus.
Auch mir verspricht Jesus das Wasser des ewigen Lebens. Bin ich darüber voller Freude und erzähle davon anderen Menschen, damit sie mit Jesus in Kontakt kommen können? - Durch die Samariterin kamen viele Menschen zum Glauben. Wem verdanke ich meinen Glauben? Kann auch ich anderen zum Glauben helfen?
Gebet
Gott,
du bist die Quelle, aus der alles Leben entspringt.
Du bist das einzig wahre Wasser,
das uns wirklich leben lässt,
das uns immer wieder Kraft gibt,
das uns echte Freude schenkt.
Öffne unsere Herzen für dich.
Hilf uns zu verstehen, was du uns sagen willst.
Mach uns bereit und offen, dort ja zu sagen,
wo du unser Leben erneuern willst.
(nach Dekanat Prutz, Österreich)