
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Verklärung Jesu auf dem Berg
Sonntag zu Hause – Auf ihn sollt ihr hören!
Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 2. Fastensonntag (1. März 2026):
Lied
GL 448 Herr, gib uns Mut zum Hören
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Mein Herr und mein Gott
Gebet
Jesus, lebendiger Christus,
wir sehen dich aus der Ferne
und über den unendlichen Abstand der Zeit.
Wir hören dich.
Wir versuchen dich zu verstehen,
zu begreifen, wer du bist.
Lass uns mit dir gehen.
Lass uns mit dir gehen. Dich begleiten.
Gib uns Licht aus deiner Güte.
Mach uns dir gleich,
damit wir Menschen werden.
Meister des Lebens,
an dir sehen wir, was es heißt, Mensch zu sein.
Durch dein Antlitz hindurch
schauen wir das Antlitz Gottes.
Wo du bist, verwandelt sich die Welt.
Wandle auch uns. Mach uns zu Menschen.
Christus, wir glauben.
Hilf unserem Unglauben.
Jörg Zink
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt. 17; 1-9)
In jener Zeit
nahm Jesus Petrus, Jakobus
und dessen Bruder Johannes beiseite
und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihnen verwandelt;
sein Gesicht leuchtete wie die Sonne
und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
Und es erschienen ihnen Mose und Elíja
und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind.
Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Noch während er redete,
da - eine leuchtende Wolke überschattete sie
und eine Stimme erscholl aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Wohlgefallen gefunden habe;
auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten,
warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden
und fürchteten sich sehr.
Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an
und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht!
Und als sie aufblickten,
sahen sie niemanden außer Jesus allein.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus:
Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt,
bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!
Gedanken zum Evangelium
- Der Berg ist der Ort der Gottesbegegnung, für Jesus, für die drei, die er ausgesucht hat. - Wo ist mein Ort, wann meine Zeit der Offenheit für Gott? Wo kann ich von meinen Pflichten und Vorhaben vorübergehend „abschalten“? Kann ich mich beispielsweise auf die „Exerzitien im Alltag“ einlassen?
- Vielleicht ist gerade auch der Berg meiner Sorgen und Nöte der Ort meiner Gottesbegegnung? Je dunkler die Nacht, desto heller das Licht.
- Gottes Stimme bezeugt Jesus und fordert das Hören auf sein Wort. Die Furcht der Jünger ist nachvollziehbar, wenn ich auf mein Leben schaue. Öffne ich mich für Gottes Wort an mich?
- Jesus will auch mich ergreifen und aufrichten. Er wird meinen Weg begleiten.
Darauf will ich vertrauen.
Gebet
Wer bist du, Licht, das mich erfüllt
und meines Herzens Dunkelheit erleuchtet?
Du leitetest mich gleich einer Mutter Hand
und ließest du mich los,
so wüsste keinen Schritt ich mehr zu gehen.
Du bist der Raum,
der rund mein Sein umschließt und in sich birgt.
Aus dir entlassen
sänk‘ es in den Abgrund des Nichts,
aus dem du es zum Sein erhobst.
Du, näher mir als ich mir selbst
und innerlicher als mein Innerstes -
und doch ungreifbar und unfassbar
und jeden Namen sprengend:
Heiliger Geist - ewige Liebe.
Edith Stein, GL 8/6