Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Versuchung Jesu in der Wüste

Sonntag zu Hause – 1. Fastensonntag

Jesus fastete vierzig Tage und wurde in Versuchung geführt

Unser Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 1. Fastensonntag (22.02.2026):

Lied

GL 272 Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte

Zur Ruhe kommen

Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:

Jesus, stärke mich

Gebet

Herr, unser Gott,
im Gebet verbinde ich mich mit Menschen in unserer Gemeinde
und auf der ganzen Welt.
Ich bin von dir geliebt und erlöst.
Du schenkst Vergebung und einen Neuanfang.
Stärke meine Verbindung zu dir.

(nach Bistum Rottenburg-Stuttgart)

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 4, 1-11)

In jener Zeit
wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt;
dort sollte er vom Teufel versucht werden.
Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte,
hungerte ihn.
Da trat der Versucher an ihn heran
und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist,
so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird.
Er aber antwortete:
In der Schrift heißt es:
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.
Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt,
stellte ihn oben auf den Tempel
und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist,
so stürz dich hinab;
denn es heißt in der Schrift:
Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen,
und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
Jesus antwortete ihm:
In der Schrift heißt es auch:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.
Wieder nahm ihn der Teufel mit sich
und führte ihn auf einen sehr hohen Berg;
er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht
und sagte zu ihm:
Das alles will ich dir geben,
wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.
Da sagte Jesus zu ihm:
Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht:
Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten
und ihm allein dienen.
Darauf ließ der Teufel von ihm ab
und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.

Gedanken zum Evangelium

  • Am Beginn seines Wirkens fragt Jesus in der Wüste durch Fasten und Beten nach Gottes Willen. So wird er sich über seine Sendung Was will Gott von mir? Was kann ich tun?
  • Wie jeder Mensch, wie auch ich, begegnet Jesus in der Versuchung die Ablenkung von Gottes Auftrag, von dem, was richtig und gut ist. Jesus weist das zurück in der Verbindung mit Gott, seinem und unserem Vater. Wie kann ich mein Herz an Gott festmachen?
  • Die vierzig Tage der Fastenzeit geben mir Gelegenheit, meinen inneren Kompass zu überprüfen, falsche Gewohnheiten zu korrigieren, den Blick auf Gott und meine Mitmenschen zu richten, umzukehren zum Guten.

Gebet

Gott,
segne und behüte mich.
Sei bei mir in diesen vierzig Tagen der Umkehr und der Versöhnung.
Schenke meinem unruhigen Herzen deinen Frieden
Gib mir Kraft und Zuversicht.

Führe die Verantwortlichen in den Regierungen auf Wege des Friedens.

(nach Bistum Rottenburg-Stuttgart)

Lied

GL 423 Wer unterm Schutz des Höchsten steht