
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Jesus offenbart sich am See
Sonntag zu Hause – 3. Sonntag der Osterzeit
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen
Unser Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 3. Sonntag der Osterzeit (19.04.2026):
Lied
GL 326 Wir wollen alle fröhlich sein
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Jesus, mein Herr
Gebet
Herr und Gott, lass die österliche Freude in uns fortdauern,
denn du hast deiner Kirche neue Lebenskraft geschenkt
und die Würde unserer Gotteskindschaft in neuem Glanz erstrahlen lassen.
Sei du auch im Alltag unsere Hoffnung,
unsere Freude, unsere Liebe, unser Licht.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 21, 1-14)
In jener Zeit
offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,
am See von Tibérias,
und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus,
Natánaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus
und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
Er sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus
und ihr werdet etwas finden.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder einholen,
so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei,
gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot
– sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,
nur etwa zweihundert Ellen –
und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot liegen.
Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst!
Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen,
ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern offenbarte,
seit er von den Toten auferstanden war.
Gedanken zum Evangelium
- Wie notwendig, kehren die Jünger in ihren Alltag zurück. Da scheint manches nicht zu gelingen. Wie sie sind auch wir oft niedergeschlagen, wenn Erfolge trotz anstrengenden Einsatzes ausbleiben. Alles Mühen scheint vergeblich zu sein.
- Genau dann schenkt uns Jesus neue Kraft, wenn wir in ihm den Herrn erkennen. Dann wagen wir es erneut, an die Arbeit gehen, unsere Alltagsverpflichtungen zu erfüllen.
- Wenn wir vorsichtig zögern, ängstlich sind, dürfen wir trotzdem das Gute wagen. Denn Gott gibt uns Mut und Kraft, aber nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern auf ihn verlassen. (Dietrich Bonhoeffer)
Gebet
Jesus, du bist den Jüngern am See Genezareth erschienen.
Du sprichst liebevoll und fürsorglich mit den erfolglosen Fischern,
und sie erkannten dich.
Die Liebe macht Johannes hellsichtig,
und die andern glaubten ihm: Es ist der Herr!
Lass auch uns dich immer mehr liebend erkennen
und dir nachfolgen.